Harmenien, 18.09.2018, von Sebastian Vogl

Auslandseinsatz des FRuB Moduls in Harmenien

Harmenien kämpft mit den Wassermassen durch die Wochenlangen Regenfälle. Die lokalen Gefahrenabwehrorganisationen konnten die anfallenden Einsätze nicht alleine bewältigen. Die Behörden in Harmenien haben deshalb bei der EU in Brüssel um Unterstützung gebeten.
Das ERCC (Emergency Response Control Center) hat daher das FRuB (Flood Rescue using Boats) Modul des Europäischen Zivilschutz Mechanismus alarmiert. Der Einsatzauftrag für das Auslandsmodul, welches gemeinsam vom THW und der DLRG gebildet wird, lautete die lokalen Hilfskräfte zu unterstützen.
Da auch das Attendorner THW im Modul eingebunden ist, machten sich Helfer aus der Hansestadt auf den Weg zum Sammelpunkt in Bad Nenndorf. Am Freitag den 14.09 um 10:00 trafen THW Helfer aus Niedersachsen und NRW sowie DLRG Helfer aus dem ganzen Bundesgebiet am Meldekopf ein. Nach einer ersten Lageeinweisung machte sich der Konvoi aus 15 Fahrzeugen, 13 Booten und mehreren Anhängern auf dem Weg zum Camp nach Harmenien. Das Team wurde vor Ort von einer Vertreterin der Harmenischen Regierung in Empfang genommen und auf die Lage vor Ort eingewiesen. Nachdem der Ort für das Camp begutachtet wurde, beschäftigten sich die Teammitglieder mit dem Aufbau des Camps nach den Vorgaben der Modulleitung. Es wurden mehrere Unterkunft-, Dusch-, Küchen-, Führungs-, Toiletten- und Aufenthaltszelte aufgebaut sowie der Bereitschaftsbereich für die Fahrzeuge installiert.
Nachdem weitere Maßnahmen wie z.B. die Ausarbeitung des Safety- und Security Plans und die Ausrüstung der Boote abgeschlossen wurden konnte die Einsatzbereitschaft des Moduls an das OSOCC der EU (On-Site Operations and Coordination Center) gemeldet werden. Die ersten Einsatzaufträge folgen dann am nächsten Morgen. Die Teams des Moduls mussten hier die lokalen Behörden bei Erkundungs-, Rettungs- und Transportaufgaben unterstützen. Gegen 22:00 war dann auch die letzte Aufgabe für den Tag erledigt. Beim Abendessen und dem gemeinsamen Tagesausklang wurden die Erfahrungen der einzelnen Teams ausgetauscht und die persönlichen Erfahrungen verarbeitet. Dass es sich „nur“ um eine Übung handelte, wurde dann am nächsten Tag deutlich als es schon wieder an den Rückbau den Camps ging, da in der Regel ein Einsatz des Moduls über einen längeren Zeitraum stattfindet. Die eingespielten Teams bewältigten den Abbau des Camps bis 12:00 und machten sich nach einer Übungsaussprache auf den Weg in die Heimatstandorte. Das Attendorner Team beendete das Wochenende um 19:00 mit einer sehr positiven Sicht das THW Wochenende an der Unterkunft am Heggener Weg.


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