28.09.2017, von GST Olpe

Großübung im Geschäftsführerbereich Olpe (GFB) des Technischen Hilfswerks (THW)

Insgesamt 150 Helfern verschiedener THW Ortsverbände (OV) aus dem GFB Olpe stellten sich zusammen mit Einsatzkräften aus dem benachbarten GFB Gießen und der Höhenrettungsgruppe des DRK Kreisverbandes Oberbergischer Kreis den Herausforderungen.

Zahlreiche THW-Fahrzeuge waren am Samstag in den Kreisen Olpe, Siegen-Wittgenstein und Oberberg unterwegs zu acht unterschiedlichen Einsatzorten. Hierbei handelte es sich um eine Großübung des THW. „Alle zwei Jahre führen wir eine solche Gemeinschaftsübung durch um unsere Einsatzbereitschaft sicher zu stellen“ erklärte Tatjana Regh, stellvertretende Leiterin der Geschäftsstelle..

Vorgegebene Szenarien waren diesmal Überschwemmungen, Erdrutsche und vermisste Personen als Folge schwerer Unwetter mit Starkregen und Sturm. Die Einsatzabschnittsleitung (EAL) wurde durch die Fachgruppe Führung/Kommunikation (FK) des OV Siegen gestellt. Von dort wurden die Einsatzaufträge an die Einheiten der OVs verteilt und über den gesamten Verlauf der Übung alle Informationen gesammelt. Trotz der Entfernungen zwischen den Einsatzstellen war dadurch die Führung sichergestellt. Die Verpflegung aller Einsatzkräfte übernahm die Fachgruppe Logistik des OV Siegen.

An vielen Einsatzstellen waren mehrere OVs vertreten. So unterstützte die Bergungsgruppe des OV Waldbröl in Siegen die Bergungsgruppe des dortigen OV beim Abstützen einer Hauswand.  Helfer der OVs Siegen und Wermelskirchen übten gemeinsam auf dem THW Übungsgelände in Olpe verschiedene Bergungstechniken. Vier Beleuchtungsgruppen aus unterschiedlichen OVs arbeiteten in Haiger/Burbach zusammen, um einen Tunnel auszuleuchten. Zusätzlich war dort sowohl eine Fachgruppe Elektro, sowie ein Räumgerät aus Gummersbach im Einsatz.

Der OV Attendorn probte mit seinen Booten eine Evakuierung an der Biggetalsperre und der OV Olpe widmete sich in einem Steinbruch in Drolshagen mit den Rettungshunden und technischen Ortungsgeräten der Vermisstensuche.

Die Fachgruppe Wasserschaden/Pumpen aus Bergneustadt übte zusammen mit einer der Siegener Bergungsgruppen die Wasserförderung mit mehr als 10.000 Litern pro Minute über eine Strecke von 400 Metern. Im Oberbergischen Kreis führten die Helfer des OV Wermelskirchen Deichsicherungsmaßnahmen durch. Der Übungsdeich auf dem Gelände des OV Gummersbach und die fachkundige Beratung des dortigen Technischen Beraters Deichverteidigung stellten für die Übenden realistische Herausforderungen bereit. In einem nahegelegenen Steinbruch bearbeitete eine Gruppe des OV Gummersbach gemeinsam mit der Höhenrettungsgruppe des DRK verschiedene Szenarien der Rettung aus Höhen und Tiefen. „Es ist wichtig, das eingesetzte Material und die Vorgehensweisen der jeweils anderen Organisation kennenzulernen um in einem realen Einsatz möglichst effektiv zusammenarbeiten zu können“ erklärte der Ortsbeauftragte für Gummersbach, Torsten Simon.

So stellten sich alle Helfer ihren Herausforderungen und die Zusammenarbeit funktionierte reibungslos. Durch den modularen Aufbau des THW ist diese gegenseitige Unterstützung jederzeit möglich. Die verschiedenen Fachgruppen ermöglichen zudem ein breit gefächertes Einsatzspektrum.




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